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Anthony Francis
POCKETS Eröffnung, Mittwoch, 18. April 2012 ab18:00 Ausstellungsdauer bis 19. Juni 2012 ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
Xpander, 2011, Mischtechnik auf Leinwand, 100x100cm
Looking Glass Land, 2010, Mischtechnik auf Leinwand, 140x90cm
Deep Fields, 2011, Mischtechnik auf Leinwand, 200x145cm
Stay up, 2010, Mischtechnik auf Leinwand, 150x150cm
Universal Sympathy, 2010, Mischtechnik auf Leinwand, 150x150cm
OFFEST MODULES Ein spektrales Opus aus Hohlräumen, Rissen und plastischen Elementen: Arte Povera (der Versuch einer Übersetzung, der eng. Originaltextes von TEUFEL-INK siehe unten) Linien und Halbmonde, die sich über das Gesicht eines Fremden ausbreiten , wie der wechselnde Ausdruck von Reichtum und Armut eines einzigen Lebens. Perfekte Formen von Tränen hängen, von Trauer oder Müdigkeit geprägt und mit zarter Spannung der Gravitation folgend in der marmorierten Ecke eines Auges und lassen einem keine Wahl, als sie einfühlsam zu beobachten. …Er sitzt mir gegenüber im Zug auf der Rückfahrt von Anthony Francis Londoner Studio und bewegt sich unbeholfen hin und her, wie auch ich, als er bemerkt, dass ich ihn anstarre. Ich wende meinen Blick von dem zitternden Abteil ab und betrachte das Netz aus Oberleitungen, welche Einschnitte am Himmel suggerieren, gleichzeitig entfremdete Orte miteinander verbinden und zwischen diesen separaten Räumen Kommunikation ermöglichen. Das Geflecht aus Ölfarben auf Francis Leinwänden ist wie eine Gewebeprobe aus einem Organismus, eine Straßenkarte für Kommunikations- und Informationssysteme; Formen verflechten sich in Formen – spiralig – kaskadenartig – sickernd – um dann zu stoppen….Zäsuren mitten in einem ansonsten unendlichen Netzwerk. In Anlehnung an Manzonis Fiati d’artista sei ein Atemzug der Entspannung gegönnt, wem sich die visuelle Ebene von Francis Arbeiten eröffnet aus einem Gemisch aus l euchtender Sprühfarbe, Tünchungen von Weiß, oder heiterem Blau, oder dreidimensionale Bereiche mit Rissen, Schnitten, Hohlräumen, welche einer visuellen Atempause gleichkommen, bevor um einmal mehr der Rhythmus der Malerei ein hin und her aus Farbe und Textur provoziert. Das spektrale Opus aus Farbe und Textur erfährt eine weitere Hervorhebung durch die moderne Umsetzung des Chiaroscuro; das frontale Aufsprayen von Weiß und Schwarz erweckt den Eindruck einer innere Lichtquelle, wodurch die Formen selbst in den Arbeiten zwischen Licht- und Schatten zu schwingen beginnen und so eine ungewöhnliche Bildtiefe suggerieren. ... Ich bin nicht sicher, ob der Künstler die Farbe kontrolliert oder die Farbe den Künstler. Man wird das Gefühl nicht los, dass in der kontinuierlichen Auseinandersetzung zwischen Francis und seiner Malerei mal das Material dem Raster, den Vorstellungen, der Beherrschung und der Idee seines Willens gehorcht und ein andermal die Farbe in ihrer Zufälligkeit und Gezwungenheit ihn zu einer anderen Bewegung drängt, als ursprünglich geplant. Was auch immer das Gleichgewicht der Kräfte bewirkt, es entwickelt sich in eine Harmonie, eine natürliche Abstraktion, wie Pollack sage: Meine Sorge ist der Rhythmus der Natur….ich arbeite von innen nach außen, wie die Natur“ (nach Leonhard Emmerling, Jackson Pollock: 1912-1956, Taschen 2003, S. 48). Durch eine Verbindung von Natur und Mensch, Zufall und Absicht, Malerei und Skulptur, wird eine nicht reduzierbare Präsenz erzeugt: eine vielschichtige Anwesenheit von unmittelbaren Einbrüchen (zwischen skulptural modellierten und Farbübermalten Silikonwülsten) und der Tiefe von Farbfelder, welche man zu schätzen lernt. ... Und während diese bunte Kakofonie auf unseren Nerven rumtanzt, entstehen Brüche, Spalten, Risse, Taschen, Hohlräume und Leere. Es ist der Schwund, welche die ansonsten flüchtige Malweise von Francis ausmacht, um eine Arbeit zu schaffen. Das Stanzen von Löcher in die Haut von „Bucci“, erfolgt wortreich und humorvoll in Anlehnung an das Italienische Vorbild und offenbart eine Reminiszenz an das 1960ger Kunstwerk Volume a modul sfasati von Dadamaino, einem Pionier der Arte Povera. Der Schleier ist gelüftet, die Realität steht einem vor Augen. Ein weiteres Mal fesselt uns die Unterhaltung über Francis Arbeiten, diesmal die Unterhaltung über Nichtdasein und Dasein. Häute aus Ölfarbe hängen als fragile Auswüchse über der nur scheinbar stabil wirkenden Leinwand, die Schwere der sphärischen, elliptischen und sichelförmigen Elemente (z.B. CMYK), Körper aus Überlagerungen, die ihrem semantischen Ursprung entrissen sind, dann leere Räume. Bei jedem Pinselstrich, den Francis macht, scheint er nicht nur auf unsere visuelle Überstimulation zu achten, sondern durch das Moment des Rhythmus, durch das Moment der Pause, erzeugt er eine taktile Komponente in unserer retinalen Wahrnehmung. Alle malerischen Techniken, die Francis so meisterhaft umsetzt, scheinen mit solch einer Liebe, einer alles konsumierenden Passion belegt zu sein, obwohl keine Passion jemals vollständig realisiert werden kann; es ist wie ein Fetisch der konstant seinem Höhepunkt hinterherläuft und einen zuerst zur obsessiven Wiederholung und dann zur Desillusion zwingt und zu einem neuen Zwang, einem neuen Schnitt, der nur durch Vergessen überwunden werden kann. Ihm ist die körperliche Schönheit wie ein Schluck frischer Luft, fast schon eine dadaistische Offenbarung einer universell sinnlichen, experimentalen, fieberhaften, kritzelnden, brillanten, eigenartigen, monströsen, naiven und schamlos wundersamen Herangehensweise eine Leinwand zu verwandeln. Francis zeigt uns, was Tzara uns vor langer Zeit gesagt hat: Menschen können gegensätzliche Dinge tun während sie einen Atemzug machen (Dada Manifest, 1918).
1999-2002 Bachelor of Artis (Hons), 2002-2003 Norman Moores Fellowship - 2004-2007 Master of Arts, 2011 Looking Glass Land, Sarah Myerscough Fine Art, 2010 Haptic Space, Preview 2009 Plastic Skin, Sarah Myerscough Fine Art, 2007 Saturation, Gallery Braubach 5, 2009 2008 Beijing Bienniale, National Art Museum, Beijing, China (Katalog) Picante, Deutsche Bank Gruppenausstellung, Hauptsitz London und National Theatre, London 3 Generations-John Hoyland -Anthony Francis-Andrew Stuart, Sarah Myerscough London Red Mansion Group Winners Group Show, Lethaby gallery, Holborn London 2006 Premiums, Sackler Gallery, Royal Academy London Jahresausstellungen 2005, 2006 , 2007, Royal Academy of Art, London LandMark Securities, 1 Jahr Aufenthaltsstipendium, Oxford Street London Red Mansion Foundation Award – Reisestipendium 2006 für Beijing, China Silver Medal Premiums 2006 Liverpool Open Painting prize 2004 (erster Preis) Norman Moores Malereistipendium, 2002 – 2003 Schweizer Lebensversicherung Ankaufpreis 2002 Schweizer Lebensversicherung, Zürich Schweiz Red Mansion Foundation, London, England Mizuho Bank International Collection (Japan, England) LandMark Securities London, England Privatsammlungen in England, USA, Schweiz, Canada, Griechenland, Belgien, Australien, China, Russlannd und Deutschland OFFEST MODULES A Spectral Opera featuring Holes, Rips and Plastics: Towards a New Arte Povera written by TEUFEL-INK, www.teufelink.com The lines and crescents that weave themselves across a strangers face; a relief map of the variable wealth and poverty of a single life. The threads of oil paint upon Francis’ canvases are a biopsy, a cartography of communication and information systems; forms entangled The spectral opera of color and texture is exaggerated by a modern chiaroscuro of the pieces; the single directional sprays of white and … I am unsure whether it is the artist that controls the paint or the paint, the artist. There is a feeling that an ongoing conversation is had “My concern is with the rhythms of nature... I work inside out, like nature.” Quoted in Leonhard Emmerling, Jackson Pollock: 1912-1956, Taschen, 2003, p. 48 Through a union of nature and man, accident and intent, paint and plastic, an irreducible presence is achieved: a layered presence of an …. And whilst this colorful cacophony plays upon our senses, fractures occur, splits, rips, pockets, holes and voids. It is rather disappearance We are drawn into Francis’ work again by a conversation, this time a conversation between absence and presence - webs of oil paint hang All the painterly techniques that Francis executes so skillfully seem imbued with such love, an all-consuming passion, but it is a passion that
MA Royal Academy Schools London 2004 - 2007 Norman Moores Fellowship - Moores Family Trust 2002-2003 Ba Hons Liverpool John Moores University 1999 -2002 (First Class Hons) 2011 Looking Glass Land, Sarah Myerscough Fine Art, London 2010 Haptic Space, Preview Berlin, Germany 2009 Plastic Skin, Sarah Myerscough Fine Art, London 2007 The Pressures of Space, with John Hoyland RA and Maurice Cockrill RA, Sarah Myerscough Fine Art, London 2009 Royal Academy Summer Show 2009, London 2008 Beijing Bienniale, National Art Museum, Beijing, China (catalogue) Picante, Deutsche Bank group show, London Headquarters and National Theatre 3 Generations-John Hoyland -Anthony Francis-Andrew Stuart, Sarah Myerscough London Red Mansion Group Winners Group Show, Lethaby gallery, Holborn London 2006 Premiums, Sackler Gallery, Royal Academy London Summer Show at the Royal Academy 2005, 2006 , 2007 LandMark Securities 1 year Studio Residency , Oxford street London Red Mansion Foundation Award - 1 month Residency in Beijing 2006 Silver Medal Premiums 2006 First Prize in Liverpool Open Painting prize 2004 Norman Moores Painting Fellowship, 2002 – 2003 Swiss Life Insurance Purchase prize 2002 Swiss Life Insurance, Zurich Switzerland Red Mansion Foundation, London Mizuho bank International Collection (London, Japan) LandMark Securities London Distinguished private collections in UK, USA, Switzerland, Canada, Germany, Greece, Belgium, Australia, China and Russia
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